Die Fertigkeit

 

 

Die Fertigkeit ist eine bewusst automatisierte Handlung

Wir kennen das aus dem alltäglichen Training, ohne wiederholte praktische Versuche kann keine Fertigkeit entwickelt werden. Das funktioniert nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Tier. Das hat so manche Psychologen dazu bewogen den Entwicklungsprozess der Fertigkeiten bei Tieren und bei Menschen gleichzusetzen. Doch das geht nicht so einfach, den beim Menschen wird seine Handlung immer durch sein Bewusstsein gesteuert. Der Mensch richtet seine praktischen Versuche mehr darauf bestimmte Bewegungen auszuführen. Zum Beispiel die Einschätzung der Bedingungen, die Kontrolle der Ergebnisse und die daraus folgende Korrektur sind ebenfalls bewusst. Die Nachahmung, also das Verfolgen der Bewegungen des Trainers z.B., wird zur bewussten zielgerichteten Beobachtung des Vorbildes der zu erwerbenden Handlung. Das wichtigste ist, dass die Auswahl der Handlungverfahren und die Steuerung der Handlung, durch die Vorstellung von den Handlungszielen bestimmt werden. Das ist aber nur mit Hilfe der Sprache möglich, durch die der Mensch die beobachteten und ausgeführten Handlungen reproduziert.

Eine Fertigkeit entsteht durch bewusstes Automatisieren einer Handlung.

 

Die Stufen des bewussten Automatisierens von Bewegungen

Entwicklungsstufe Charakter der Fertigkeit Ziel der Fertigkeit Besonderheiten der Ausführung
1. Kennen lernen Erfassungen der Handlungen   und Vorstellungsbild Kennen lernen der                   Handlungsverfahren Klares erfassen des Ziels, undeutliches Erfassen der Wege, grobe Fehler bei der Ausführung
2. Vorbereiten (analysieren) Bewusstes, aber ungeschicktes Ausführen Aneignung einzelner Handlungselemente, Analyse ihrer Ausführungsarten Klares Erfassen der Handlungsverfahren, aber ungenaue und unsichere Ausführung, viele Überflüssige Bewegungen, sehr angespannte Aufmerksamkeit, Konzentration auf jede Handlung, mangelnde Kontrolle
3. Standardisieren                  (Synthetisieren) Automatisierung der Handlungselemente Vereinigung der elementaren Bewegungen zu einem Ablauf Die Qualität der Bewegungen wird verbessert, sie werden fließend, überflüssige Bewegungen bleiben aus, Aufmerksamkeit wird auf das Ergebnis gelenkt, Übergang zur Muskelkontrolle
4. Variieren (Anpassen an veränderte Situationen) Flexible Anpassung an die Situation Beherrschung der willkürlichen Steuerung der Handlungsart Gewandte zweckmäßige Handlungsausführung, intellektuelle Synthesen (Intuition)

 

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