Entstehung und Entwicklung
der Kampfkünste
von 3000 v. Chr. bis 1995 bearbeitet von Mirco Berwing

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Wir sind an einer ständigen Vervollständigung interessiert, wir bitten gern um Zuarbeit!
In fast jedem Buch über die Kampfkünste, findet man Darstellungen der Entstehung und Entwicklung der Kampfkünste. So viele es davon gibt, so viele Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten gibt es. Dadurch,  dass es in alten Zeiten keine oder kaum Aufzeichnungen gab, war/ist es für die "Neuzeit" schwer zu rekonstruieren und zu forschen. Es kam und kommt öfter zu verschiedenen Angaben zu dem selben Punkt. Einige Angaben wurden später korrigiert, andere wieder nicht. Wir haben in folgender Aufstellung versucht, ein übersichtliches Arbeitsmaterial zu schaffen, welches ebenfalls nie den Anspruch auf Perfektionismus haben kann. Man sehe es als Anregung und Hilfe zur eigenen Forschung.

 

 

Zeit Ort    Ereignis   (Quelle: www.american-kenpo.de )
ca .3000 v.Chr Babilon

Wandreliefs dokumentiert Faustkampftechniken (Motivtafeln aus Khafaje und Diyala-Tal um 3000v.Chr.)

    

ca. 1700 v. Chr. Ägypten

Hyroglyphen als Anleitung zu Ringkampftechniken.

648 v.Chr Griechenland

Pankration (griech. Allkampf mit Techniken wie z.B. Stoßen, Treten, Werfen, Bodentechniken, Hebeln, Würgen; Kampfpaarung durch Losentscheid; Kampfende infolge von Erschöpfung, Verletzung od. Tod) wird Bestandteil der olympischen Spiele

 

326 v.Chr. Indien

Alexander der Große (Indienfeldzug); das dortige Kampfsystem der Adeligen wird nach Indien gebracht und vermischt sich mit dem hellenistischen Pankration und wird zum Vajramushti
Von der hinduistischen Kriegerkaste (Kshatrya) wird berichtet, dass sie eine Kampfkunst namens Vajramushti praktizierte, die Techniken des Ringens, Schlagens und Tretens umfasste und darüber hinaus noch spezielle Atem- und Yogaübungen zu einem umfassenden Schulungssystem für Körper und Geist heranzog.

210 v.Chr. China

In seinem Werk „Shu Pu„ nennt der Arzt Hua To (265 - 190 v.Chr.) eine Kampfmethode, die auf den Verhaltensmustern von Tieren basiert.

um 300 Korea

Vordringen des Buddhismus

495 China Das Shaolin Kloster wurde im Jahre 495  errichtet. Zu dieser Zeit predigte der Abt Batuo (indischer Mönch) die Lehre des kleinen Fahrzeugs (Hinayana), die beinhaltet: Meditieren, um sich selbst zu retten. Aber diese Lehre war in Zentralchina nicht sehr verbreitet. Sie ist jetzt noch in Südchina, Tibet, Thailand etc. sehr beliebt.
520-535 China

Der buddhistische Mönch Bodhidharma (chin.: Ta Mo) wandert von Ostindien aus nach China in das Kloster Shao Lin (Shaolin) auf dem Berg Hoa-schan (nördliche Provinz Henan). Ihm schreibt man das erste Buch über die Kampfkünste zu (Ekkin Suktra).

528 Korea

Buddhismus wird Staatsreligion in Shilla.

538 Japan

Übernahme des Buddhismus über Korea

552-710 Japan
Die Asuka Periode:
der Buddhismus wird während dieser Zeit eingeführt
552 Korea Der Buddhismus wurde im Königreich  Paekche (Zeit der drei Reiche: Shilla, Koguryo, Päkche)eingeführt
594 Japan Prinz Shotoku Taishi  proklamierte den Buddhismus als Staatsreligion
604 Japan Der Chinesische Kalender wurde übernommen
618-907 China

Tang - Dynastie (Blüte des Feudalismus)

710-794 Japan
Die Nara Periode:
Während dieser Zeit wurde das Schwert schon in einfacher Art benutzt.
794-1185 Japan
Die Heian-Periode:
In diesem Zeitraum herrschte der Kaiser wie ein Gott, politische Klassen entstanden. Der Sumo-Ringkampf und Daito-ryu-jujitsu (welches später großen Einfluß auf Aikido ausübte) entstanden.
1185-1333 Japan
Die Kamakura-Periode:
Der Chinese führt Zen-Buddhismus nach Japan ein.
1279-1368 China Yuan Dynastie
1300-1333 Japan Modernes Iaido, Kenjutsu wurde von Shigenobu Hayashizaki systematisiert und lehrbar gemacht.
1300 China Waffenlose Kampfstile wurden systematisch in 5 Tierklassen eingeordnet. Einige von ihnen flossen später in das japanische Karate ein.
1300 Japan Die Samurai-Kaste entstand auf der Nordseite des Fuji.
1333-1568 Japan Die Muromachi Periode
1336 Japan Ashikaga Takauji wird Shogun und  hatte seinen Sitz in Kyoto. Der Zen-Buddhismus gewinnt zunehmend an Einfluß.
1349 Okinawa Während Okinawa  mit China, Korea und Japan Handel bestrieb (mit Arabien, Jawa, Sumatra, Indonesien und Thailand wird schon seit einiger Zeit Handel betrieben), flossen ausländische Kampfsysteme in die Ryu-Kyu Okinawas ein.
1368-1644 China

Ming Dynastie (Stärkung der Zentralgewalt)

1368-1644 Okinawa die Ming-Dynastie hatte eine ständige Vertretung auf Okinawa und umgekehrt.
1372 Japan Takenouchi nahm die Sumai- und Kumiuchi-Taktiken und kombinierte sie zu einem neuen Kampfsystem: Ju-Jutsu.
1372 Okinawa König Satto verbündete sich mit dem chinesischen Ming-Kaiser. Dadurch entstand die Möglichkeit, das das chinesische Boxen (Chuan-fa zur Insel gebracht wurde und mit To-de vermischt wurde.
1393 Okinawa trafen chinesische Emigranten ein (die sog. 36 Familien) und mit ihnen auch Meister von Kampfkünsten.
1420 China Peking wird Hauptstadt
1443 Deutschland A.Talhoffers Fechtbuch ist der erste schriftliche Beleg für europäische (deutsche) Kampfkunst.

Talhoffers Fechtbuch erschien als Bildhandschrift im Jahre 1467. Auf 268 Tafeln wurden die Techniken des ritterlichen Zweikampfes mit allen damals gebräuchlichen Waffen wie Schwert, Dolch, Schild, Axt, Keule, zu Fuß und zu Ross, geschildert.

Wie der Titel schon aussagt, stellen die Tafeln gerichtliche Zweikämpfe dar. Daher tragen die in Tusche ausgeführten Kämpfer auch nur auf einigen wenigen Tafeln die 'Platte' - an den grundlegenden Techniken des Nahkampfes ändert dieser Umstand jedoch nichts.

1470
(auch 1429
angegeben)
Okinawa Der Besetzer Okinawas, der chin.General Sho Hashin   verbot erstmals alle Waffen, es entstand das Kobudo (als Selbstschutz der Bewohner).
1491 Europa Diese Handschrift der Universitätsbibliothek Salzburg enthält eine Reihe von Fecht- und Ringkampflehren, die im südwestdeutschen Raum von der Hand des Hans von Speyer 1491 zu Papier gebracht wurden. Der Codex befand sich noch im 17. Jh. im Besitz der Fürstpropstei Berchtesgaden, gelangte Anfang des 19. Jh. an die Salzburger Hofbibliothek und nach deren Auflösung 1806 an die Universitätsbibliothek Salzburg.

Textauszug aus der Handschrift von Meister Ott

Ende 14./
Anf. 15.Jh
Korea Verfolgung des Buddhismus Konfuzianismus gewinnt an Übergewicht.
1520 Europa

A. Dürers Illustration für ein Buch („ Das Ringen im Grübelein„) über bürgerliche Selbstverteidigungstechniken.

(ähnl. Abb.)

1539 Europa

1539 Fabian von Auerswald erläutert anhand von 85 Holzschnittillustrationen von Lukas Cranach d. Ä. (oder einem seiner Schüler) auf 46 Blättern den Ringkampf im Nachschlagwerk "Die Ringkunst des Fabian von Auerswald".

1543 Japan Portugiesische Händler ( die ersten Europäer) landen in Japan und verbreiten ihr Christentum und führen Feuerwaffen ein.
1549 Japan Beginn christlicher Missionstätigkeit.
1568-1600 Japan
Die Momoyama Periode:
Obwohl Gewehre nach Japan kamen, war die Schwertkunst vorherrschend. Sehr gute Kämpfer entwickelten sich wie: Musashi Miyamoto, Gonosuke Muso, und Tsunenaga Gasekura.
1582 Japan Hideyoshi Toyotomi folgte Nobunaga Oda und beendet die feudale Zersplitterung und überfällt Korea (1592/93, 1597/98), der Überseehandel weitet sich aus.
1600-1853 Japan
Die Edo (Tokugawa) Periode:
Die Shogunaten - Ära , teilte die Klassen in Japan noch einmal auf.
um 1600 Japan Konfuzianismus wird zur staatstragenden Ideologie
1600-1853 Okinawa Die Zeit der Bauernkriege (ca.1240 Aufstände). Der Samurai-Kodex Bushio stand dem Bauern-Kodex Kikotsu gegenüber.
1600 Japan Ieyasu Tokugawa    (Berühmter Daimyô, der mit Oda Nobunaga verbündet war. Nach Ende des Sengokujidai ernannte er sich zum Shogûn. Seine Familie herrschte noch bis 1868.)      erlangt die Kontrolle über  Japan als Shogun.
1600 Japan Will Adams und englische Seeleute reisen an Bord eines holländischen Handelsschiffes nach Japan. Ieyasu machte Adam zum Samurai und verbesserte seine Marine.
1603 Okinawa Okinawa wird von dem Japaner Shimazu erobert und wieder enger an Japan gebunden, dadurch Mehrorientierung der Kampfkünste aneinander.
1609 Japan Der Satsuma Clan verliert (geführt vom Shimazu-Clan) die Fehde gegen Tokugawa-Clan. Um den Satsuma-Clan loszusein, wurde diesem die Besetzung Okinawas erlaubt.
1609 Okinawa Mit dem Einfall des Satsuma Clans, wurden überall auf der Insel Waffen verboten. To-de (China-Hand) wurde im Untergrund betrieben und teilte sich in drei charakteristische Gruppen: Naha, Shuri und Tomari, obwohl keines von diesen Systemen ein eigenes Selbstverteidigungssystem war.
1613 Japan Verbot ds Christentums und Einschränkung des Handelsverkehrs (1616).
1624 Japan Die Spanier wurden aus Furcht vor militärischen Aufständen aus Japan ausgewiesen.
1629 Okinawa verschiedene Chaun-fa Gruppen vereinigen sich mit dem Ziel, gegen die Beherrscher einen gemeinsamen Volksfrontkampf zu führen.
1630 Europa

Durch Kupferstiche und mündliche Überlieferungen sind Kampftechniken der Landsknechte mit und ohne Waffen bekannt.

1636 Japan Den Japanern war es verboten ins Ausland zu reisen.
1644-1912 China

mandschurische   Qing Dynastie   ; Ausdehnung und Blüte des Reiches unter Kangxi (1662-1722)

1648 China Die Praktiker von Chuan-fa ziehen sich in die Tempel von Süd-China zurück, um die Mandschu zu meiden.
1648 Japan Chen Yuan-ping (Chin Gempin in japanisch) floh aus seinem Heimatland China, u die Mandschu zu meiden und wurde japanischer Staatsbürger.
1670 England

Langstocktechniken in England.

1750 Japan Chut Nakanishi entwickelt den Fechthandschuh und veränderte das Shinai (Bambusschwert), dass von seinem Lehrer  Jirouemon Ono geschaffen wurde. Nakanishi entwickelt auch den Körperschutz (dohontai) den Wegbereiter des Kendo.
1780 England

Englisches Herrenboxen

1804 Japan Der russische Gesandte Rezanove, reiste nach Japan und eröffnete den Kontakt zum modernen Westen.
1849 Deutschland Erwin Bälz  wird am 13. Januar in Bietigheim-Bissingen, geboren. Er war ein deutscher Internist, Anthropologe und Leibarzt der Kaiserlichen Familie und Mitbegründer der modernen Medizin in Japan. Seine sportliche Leidenschaft führte ihn zur Wiederentdeckung und Weiterentwicklung des Judos. An der kaiserlichen Universität in Tokio machte Erwin von Bälz den jungen Studenten Jigoro Kano auf das alte Jiu-Jitsu aufmerksam. Er regte seinen Schüler dazu an, diese alte Sportart auszuarbeiten und diese für die gesamte japanische Jugend "salonfähig" zu machen. Jigoro Kano wurde zusammen mit Erwin von Bälz der eifrigste Verfechter für diese Sportart.
1853-1868 Japan
Die Übergangs - Periode:
Während dieser Zeit ist der Shogun  gezwungen seine Macht aufzugeben, der Kaiser ist der einzige Führer. Erdbeben erschüttern Japan weiter und der Handel mit den Abendländern wird weiter ausgebaut.
1853/ 54 Japan Commodore Matthew C. Perry erzwingt die Öffnung der jap. Häfen.
1860 Frankreich

Savate, französisches Hand und Fußboxen

1860 Deutschland Erscheinen des Handbuches für Hand- und Fußboxen
1860 Brasilien Capoeira, entstanden aus den Selbstverteidigungssystem der afrikanischen Sklaven (Tanz, Körperkunst und Selbstverteidigung)
1867 Japan der letzte Tokugawa-Shogun gibt die Macht an den Kaiser zurück.
1868-1912 Japan
Die Meiji Periode:
Das Ende des Feudalismus und der Beginn des Budo.
1868 Okinawa Gichin Funakoshi wurde geboren als Gisu Funakoshi.
1877 Okinawa Der Satsuma Clan rebelliert gegen die  Meiji Regierung , die erste japanische Universität wird gegründet in Tôkyô
1882 Japan Jigoro Kano

gründete im Alter von 22 Jahren sein eigenes System aus dem Ju-Jitsu und nannte es Kodokan-Judo. Er verstand seine Kunst als eine Art Do (Weg des Lebens) mit vielen Ideen, Philosophien und Ethiken.

1883 Japan Morihei Uyeshiba wurde geboren in Tanabe.
1888 Okinawa Gichin Funakoshi wurde Lehrer  in  einer Schule in der Provinz Shuri.
1894/ 95
Japan
&
Korea
Chinesischer-Japanischer Krieg mit Korea beginnt.
1895 Japan Der Dai Nippon Butokukai wurde in Kyoto, Japan gegründet.
1899 China Yihetuan (Boxer) Bewegung bis 1901.
1902 Okinawa Karate geht langsam an die Öffentlichkeit, Funakoshi beginnt Vorführungen zu geben. Erste Karatevorführungen in der Öffentlichkeit überhaupt.
1903 Okinawa Gichin Funakoshi führt das Karate in die Shuti-Schuldistrikte ein.
1904 Japan Japan macht Krieg mit Russland..
1905 Japan Itosu entwickelt die Pinan (Heian) Katas.

 

 

 

Chomo Hanashiro bricht die Tradition und verwendet in seinen Büchern erstmals "leere Hand" für Karate.

1906 Okinawa

Korea

 

 

 

 

Deutschland

 

 

 

 

Gichin Funakoshi und seine Schüler beginnen überall auf Okinawa Vorführungen in Karate zu geben.

Duk Ki Song begann im Alter von 14, Tae Kyon von Hue Lim zu lernen.

 

 

 

 

Der 21jährige Rahn, der inzwischen Meister war, beschloß 1906 den ersten Unterricht (in einem Hinterzimmer einer Kneipe) in Jiu-Jitsu zu geben.

 

 

 

Im Jahre 1906 legen auf Einladung von Kaiser Wilhelm II. zwei japanische Kreuzer in Kiel an. Nach einer Vorführung dieser Nahkampftechniken gibt dieser Anweisung einen Jiu-Jitsu-Lehrer zu engagieren. Die ersten japanischen Lehrmeister sind Agitaro Ono und Katsuguma Higashi.

1909 Korea Japan annektiert Korea. Die Koreaner verboten die Kampfkünste.
1911 Japan Alle Mittelschulenkinder lernen Kendo oder Judo.
1912 Okinawa Funakoshi führt Karate in der ersten Flotte der japanischen Imperial Navy ein.
1914 Okinawa G. Funakoshi organisierte hunderte von Karate Demonstrationen überall in Okinawa unterstützt von allen Okinawa Karate Meistern
1917 Okinawa Funakoshi gibt Karate Demonstrationen in Kyoto, Japan.
1919 Deutschland Jiu Jitsu wird bei der Polizei eingeführt.
1920 Hawaii

Los Angeles

Yabu aus Okinawa ist der erste der Karate außerhalb Japans demonstriert, Hwaii und Los Angeles
1921   Funakoshi gründet den ersten Verband auf Okinawa: "Okinawan Association for Spirit of Material Arts"
1922 Japan G. Funakoshi (55 Jahre alt) kommt von Okinawa um Karate vor dem Kaiser in Tokyo zu demonstrieren. Jigoro Kano bittet Funakoshi ihn einige Kata zu lehren. Im Rahmen der 1. Nationalen Sportausstellung in Tokyo führt Gichin Funakoshi Karate der Japanischen Öffentlichkeit vor. Professor Jigoro Kano ermutigt ihn daraufhin, zur Verbreitung dieser Kampfkunst auf der japanischen Hauptinsel beizutragen. Im Gegensatz zu Jahren vorher ist die japanische Öffentlichkeit und die Regierung daran interessiert die alten Kampfkünste nicht sterben zu lassen. Funakoshis erstes Buch erscheint: „Ryu kyu Kempo, Karate“.
1922 Deutschland nach dem 1. Weltkrieg wird in Frankfurt/Main durch Alfred Rhode wieder der erste Judo Verein in Deutschland gegründet
1923 Japan Gichin Funakoshi's erstes Dojo wird von einem Erdbeben zerstört, viele seiner Schüler sterben.
1924 Japan Der erste Kollege Karateclub wurde von Funakoshi an der Keio University gegründet.
1926 Japan G. Funakoshi veröffentlicht Rentan Goshin Karate-jutsu, sein erstes Buch über Karate.
1928 Japan Karate Clubs organisieren sich an allen großen Kolleges und Universitäten.
1929 Japan Kenwa Mabuni (1893-1957) , Schüler von Itosu und Higaonna, geht endgültig nach Osaka um Shito-ryu zu unterrichten.
1930 Japan Chojun Miyagi (1888-1953), Schüler von Kanryo Higaonna,   stellt Goju-ryu beim Butoku-Fest im Butoku-Kan in Kyoto vor.
1930's Korea Hong Hi Choi "Vater des Tae Kwondo" beginnt sein Kampfkunsttraining unter Han Il Dong, welcher unter  Duk Ki Song trainiert hat
1931 Hawaii Ed Parker wird in Honolulu am 19.03. geboren.
1933 Hawaii

 

 

Deutschland

Kaukasier veröffentlichten Karate zuerst, es waren meist Männer der Methodisten Kirche, sie waren beeindruckt von den Aspekten des Karate.

Karate erhält in Japan offiziell die Anerkennung einer Kampfkunst.

Jigoro Kano, inzwischen selbst Professor, hält 1933 mehrere Judo Lehrgänge in Deutschland ab. Ein Jahr später finden in die ersten europäischen Judo-Einzelmeisterschaften in Dresden statt. Die Sommerschule 1939 ist die letzte internationale Begegnung der Judoka vor dem Krieg.

 

1935 Japan

Gichin Funakoshi veröffentlicht das Lehr und Handbuch des Karate Do:´Karate Do Kyohan“. Die Diskussion um die Bedeutung und Schreibweise des Wortes „ Kara“ ist ab diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Bei gleicher Aussprache bedeutet es „leer“ im physischen als auch philosophischen Sinn. Funakoshi betrachtet seine Kunst nicht mehr als Erbe des ehemals großen Nachbarn China sondern als eigenständige Errungenschaft. Dies trifft in gewisser Weise auch zu, ist aber wahrscheinlich stark durch die damalige politische Situation beeinflußt (aufkommender starker Nationalismus).

Yamaguchi gründet den ersten Karateverband in Japan:"All-Japan Goju-Kai Karate-da Assocation

1936 Korea Die Hwang Kee  Meister  Tae Kyon und Soo Bak Do reisten im Alter von 22 Jahren nach Nord China um die  "T'ang Methode" des Kung Fu zu studieren.
1937 Japan Hong Hi Choi beginnt sein Training in Kyoto unter Shotokan Instructor Mr. Kim.
1939 Japan Funakoshi änderte den chinesischen Schriftzug "kara"  in karate in den japanischen "kara".
1939 Japan Hong Hi Choi erhielt seinen 1st Dan in Shotokan nach 2 Jahren intensivem Training.
1940 Japan Shinken Taira etabliert seinen großen Kobudoverband : Ryukyu Kobudo Hozon Shinko Kai (Gesellschaft für die Erhaltung und Weiterentwicklung der historischen Kampfkünste Okinawas), um die unvollendete Arbeit seines Meisters Yabiku Moden zu beenden.
1940 USA Lee Jun Fan auch genannt Bruce Lee wurde am 27. November geboren in San Fransisco und seine Familie kehrte kurz darauf zurück nach Hong Kong.
1943 Korea Karate und Kung-fu wurden offiziell eingeführt.
1944 Korea Als   Ro Byung Jick  Tae Kyon und Sabak von seinen Nachbarn und Shotokan Karate von G. Funakoshi in seinen Kollege Jahren lernte,   öffnete er sein erstes Dojang in Kae-Sung und Kwan Duk Gung (Bogenschießschule), es hielt 3 Monate wegen beschränktem Interesse. Er  nannte seinen Stil: Soong Moo Kwan.
1945 Korea Nach Korea's Befreiung tauchten  Tae Kyon und Sabak wieder auf. Hwang Kee kombinierte sein Kampfkunstwissen in Tang Soo Do. Viele andere Kampfkünste tauchen auf. Yun Moo Kwan wird von Sup Chun Sang begründet.
1945 Korea Die  Chung Do Kwan Schule war die erste die öffentlich waffenlose Kampfkünste lehrte. Sie wurde gegründet von Won Kook Lee.
1946 Korea Byung Ro eröffnete das zweite Dojang in Kae Sung.Dieser Versuch war nicht erfolgreich, wegen des Ausbruchs des Krieges.
1946 Korea Yun Pyung etablierte Chang Moo Kwan in der  YMCA. Chi Do Kwan wurde von Yon Kue Pyang begründet.
1949 Korea Hong Hi Choi besuchte Ft. Riley Ground General Scholl in Kansas und gibt eine öffentliche Demonstration des Korean Karate.
1949-1951 Japan Karate ist in den  American Air Bases eingeführt. Die Japan Karate Assosication (JKA) wurde organisiert, G. Funakoshi, Chief Instructor, N. Nakayama, Ass. Instructor.
1951 USA Ed Parker bekam von William Chow     den 1st Degree Black Belt
1952 Korea President Syngman Rhee ordnete an, daß alle Soldaten das Korean Karate erlernen sollten.
1953 Korea Byung Ro eröffnete das 3.  Dojang in Seoul Korea nach dem Koreakrieg, welches erfolgreich wurde.
1953 Korea Neun Großmeister des Kwan Stiles kamen am 25. Mai zusammen und gründeten die  Kung Soo Do Association.  Es war die erste Organisation , die von einer Kampfkunstgemeinschaft gegründet wurde.
1953 Korea Oh Do Kwan wurde von Hong Hi Choi begründet .
1954 Frankreich
Erste öffentliche Karate - Demonstration in Europa (Paris). In Paris entsteht der erste Karateverein in Europa, durch Henry D. Plée. Er ist einer der großen Karate Pioniere seiner Zeit in Europa, Leiter der Academie Francaise d´Arts Martiaux.
Henry D. Plée gilt als einer der größten Karate-Pioniere in Europa. In den 50er Jahren hatte der Fanzose Mochizuki Hiroo und Murakami Tetsuji als Lehrer in seiner Academie Francaise d´Arts Martiaux, was dazu führte, dass sich seine Academy als das europäische Karatezentrum entwickelte. Die Katas Taikyoku Yondan, Godan und Rokkudan sind seine Entwicklungen.
1954 USA Ed Parker eröffnete die erste kommerzielle Karateschule in den USA
1955 Korea Die Konferenz der Meister am 11.April  vereinigte die koreanischen Kampfkünste, sie beschlossen den Stil  Tae Soo Do zu nennen.
1956 Japan Die ersten offiziellen Sport - Karateregeln werden durch die JKA eingeführt.
1956 USA Jhoon Rhee kommt in Texas an und unterrichtet die erste amerikanische Klasse in Tae Kwon Do.
1956 USA Shotokan ist in Los Angeles, California von Tsutomu Ohshima eingeführt
1956 USA Ed Parker gründet den Kenpo Karate Verband von Amerika (KKAA)
1957 BRD

In der BRD wird das Karate durch Jürgen Seydel eingeführt, er gründet das erste Dojo in Bad Homburg. Gichin Funakoshi stirbt im Alter von 90 Jahren.

1957 Korea Koreanische Meister änderten die Bezeichnung Tae Soo Do in "Tae Kwando"
1957 Japan Gichin Funakoshi stirbt am April 26 in Tokyo.
1958 USA Jhoon Rhee beginn in den USA Tae Kwondo zu unterrichten.
1958 Korea Hwan Kee Huang, Gründer des  Tang Soo Do Moo Duk Kwan zog seine >Mitgliedschaft bei der  Kung Soo do Association zurück und gründete die Korean Tang Soo Do Association.
1959 Korea Hong HI Choi wurde Präsident der Oh Do Kwan.
1959 USA Tsutomo Ohshima wird der erste offizielle Karate Instructor in der U.S.A. in Shotokai.
1959 USA BruceLee beginnt Gung Fu in Seattle, Washington zu unterrichten.
1960's USA Il Joo Kim, Moo Myung Yun, Byung Yul Lee, Joon Pyu Choi, Yang Kyu Yu, Chang Jin Kang, Hin Il Chang, Tae Ryang Chang, beginnen  Soo Muk Kwan Dojangs überall in den USA zu eröffnen.
1961 USA

Deutschland

Sihak Henry Cho eröffnete die erste "Commercial Taekwando school".

In Deutschland wird am 27. Juli der erste Fachverband gegründet "DKB".

1962 Deutschland in Hof  wurden die ersten Geldzusteller der Oberpostdirektion in waffenloser Selbstverteidigung (Judo) ausgebildet
1962
North
America
Richard Chun beginnt in North America zu unterrichten
1963 USA

Europa

Ed Parker gründet seinen neuen Verband, die International Kenpo Karate Association (IKKA)

Seit 1963 sind die japanischen Meister darum bemüht, Wado-Ryu Karate in Europa zu verbreiten.
Herr Suzuki, Herr Arakawa und Herr Takashima besuchten 1963 die Vereinigten Staaten und Europa (England, Deutschland und Frankreich) um auf dieser Reise Wado-Ryu Karate zu demonstrieren.

1964 USA 1. Internationals werden von Ed Parker in Long Beach organisiert, Bruce Lee gibt eine Vorführung zu dieser Veranstaltung zum ersten mal in der Öffentlichkeit.
1964 USA Ark Wong, Meister des Wah Que Kung Fu (Praying Mantis Stil) eröffnete die erste Chinese Kung Fu School an der West Küste.
1964 Canada Chong Lee führt Taekwondo in Kanada ein.
1965
Japan
&
USA
Japan und die USA haben die ersten offiziellenl Karate Championship.
1966 Korea Hong Hi Choi tritt als Präsident der Korean Taekwando Association zurück. Er gründete die  ITF und verlegte das Hauptquartier nach Kanada.
1969 USA Chojiro Hito organisierte die International Shotokan Karate Association nach seiner Ankunft in den USA.
1970 Japan WUKO World Championship wurden  in Tokyo abgehalten.
1973
Hong
Kong
Bruce Lee stirbt einige Wochen bevor er  "Enter the Dragon" fertigstellen kann, die ganze Welt zollt ihm Anerkennung als großer Kampfkünstler.
1976 USA

Deutschland

Hee Sang Ro ging von Korea nach North America.

Um vom Deutschen Sportbund anerkannt zu werden, bilden die Karateverbände in Deutschland einen Dachverband,
den Deutschen Karateverband "DKV"

1980 USA Jay Hyon hörte auf zu unterrichten und übergab es an Hee Sang Ro, der Sohn von Byung Jick Ro.
1982 Japan JKA International Karate Championships ersetzen alle japanischen Meisterschaften in Tokyo.
1988 Korea Taekwondo wird als Demo Sport olympisch zugelassen.
1990 Hawaii Ed Parker stirbt am 15.12.90

1995 USA Karate wird von den Pan American Games akzeptiert.

Quellen

Autor Titel Quelle Datum
Egami, Shigeru The Way of Karate 1976
V.L.Levský Karate 1982
Charles James A Martial History of Japan Kick Illistrated April 1993
Dickson, Walter Japan Nations of the World 1948
G.Stiebler Okinawa Kobudo 1979
Edsel A Griffin
History of Okinawa/
Japanese Martial Arts
The Black Book/ Ed.
Kelly J Nolt
1995
Frankovich, Rober The Song Moo Kwan/ Its History and Evolution Inside Tae Kwon Do
Dec
1994
Funakoshi, Gichin Karate-Do My way of Life
Funakoshi, Gichin
Karate-Do Koyan-
Intorductory to the Master Text
Lou Mikeilsen Karate-Do: The Holistic Approach Agean Press 1983
Burdick, Dakin A History of Tae Kwon Do 1990